Fachtagung für Lehrkräfte 2020


Die Fachtagung wird in diesem Jahr nach dem Festival in medialer Form aufbereitet.


Film und Holocaust – Filmische Impulse bei der Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Verbrechen der rassistischen Verfolgung in Bezug auf aktuelle Phänomene des Antisemitismus

Der nationalsozialistische Völkermord an ca. 6 Millionen europäischer Juden ist für immer als unfassbares Verbrechen in die Geschichtsbücher eingeschrieben. Aus heutiger Sicht ist kaum nachvollziehbar, wie so etwas unter Mitwirkung weiter Teile der deutschen Bevölkerung geschehen konnte. Nicht zuletzt, damit sich solche schrecklichen Vorgänge nicht wiederholen, ist es wichtig, sich immer wieder mit der Thematik auseinanderzusetzen. Filme schaffen dafür eine interessante Voraussetzung.

Das Seminar verdeutlicht, wie filmische Impulse sowohl kognitive als auch emotionale Anregungen verschaffen, um dem Thema nahe zu kommen. Gleichzeitig versucht die Veranstaltung, Widersprüche innerhalb der aktuellen Antisemitismusdiskussion einzuordnen.

Judith Kerrs Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ vermittelt einen kindgerechten Zugang zur Holocaust-Problematik. Caroline Links filmische Adaption des Stoffes öffnet nochmals eine weiterreichende und emotionalere Bezugsebene. Um die jeweiligen Potenziale der künstlerischen Vorlagen optimal nutzen zu können, hinterfragt das Seminar formale Aspekte bei der Überführung von literarischer in filmische Erzählweise.

Für den Unterrichtskontext steht der Film Als Hitler das rosa Kaninchen stahl im Mittelpunkt, für den es eine pädagogische Aufbereitung mit Einsatzmöglichkeiten im Unterricht geben wird.