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04.10.15

Filmfestival SCHLINGEL beginnt am Montag in Chemnitz

Mit der Deutschen Premiere der französischen Produktion MIKRO & SPRIT von Regisseur Michel Gondry wurde am Montag, den 5. Oktober 2015 das 20. Internationale Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL in Chemnitz eröffnet. Etwa 350 Schülerinnen und Schüler aus Chemnitz, Flöha und Stollberg sowie geladene Gäste aus dem In- und Ausland verfolgten die offizielle Zeremonie. Eine Woche lang flimmern nun 156 Filme aus 46 Ländern über die Leinwände des CineStar in der Galerie Roter Turm. So können sich die Besucher auf Produktionen aus Ägypten, Japan, Kanada, Mexiko und Serbien freuen. Aber auch herausragende nationale Filme sind zu sehen. Mit 30 Deutschen Premieren sowie drei Welturaufführungen wird dem Publikum aus Chemnitz und Umgebung exklusiver Filmstoff präsentiert. Das Festival-Maskottchen Sven Leuoth begrüßt alle kleinen und großen Cineasten im Kinosaal.

Gezeigt werden die Streifen in den Wettbewerbskategorien Kinderfilm, Juniorfilm, Jugendfilm, Kurzfilm, Animationsfilm sowie Blickpunkt Deutschland. 111 konkurrieren hier um die begehrten SCHLINGEL-Trophäen, die am 10. Oktober im Kleinen Saal der Stadthalle Chemnitz verliehen werden. Ergänzt wird das Wettbewerbs-Programm durch Produktionen in den außer Konkurrenz stehenden Sektionen Panorama, CineStar meets SCHLINGEL, mit SCHLINGEL in die Ferien sowie im Kurzfilmprogramm „Nachbarschaft“, das gemeinsam mit den Partnerfestivals in Zlín und Pozna? ins Leben gerufen wurde. In der Retrospektive SCHLINGEL-Classics wird an 20 SCHLINGEL-Jahre erinnert. Der Länderschwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Mittel- und Osteuropa. Zahlreiche Filmteams der Wettbewerbsfilme werden nach Chemnitz reisen und dem Publikum im Anschluss an die Filmvorführungen Rede und Antwort stehen.

Insgesamt 10 Kinder-, Jugend- und Fachjurys nebst Publikum haben dann in der Festivalwoche die Qual der Wahl, die Sieger in den jeweiligen Kategorien zu bestimmen. Es werden 14 Preise im Gesamtwert von 57.000 Euro vergeben. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst erhöhte dabei das Preisgeld für den Europäischen Kinderfilmpreis der sächsischen Kunstministerin um 7.500 Euro. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt diese Entscheidung: „Die Erhöhung des Preisgeldes von 5.000 auf 12.500 Euro für den Gewinner des Europäischen Kinderfilmpreises haben wir sehr gern möglich gemacht. Das ermutigt zum einen noch mehr internationale Produzenten und Regisseure, sich mit ihren Streifen am Wettbewerb des Schlingel-Filmfests zu beteiligen. Denn die zusätzlichen Mittel werden dafür verwendet werden, den Siegerfilm in deutscher Sprache zu synchronisieren. Damit kann er in der Bundesrepublik und im deutschsprachigen Raum ein noch größeres Publikum finden.“ Vergeben wird der Preis von der Europäischen Kinderjury, bestehend aus 18 Kindern neun verschiedener Nationalitäten. Die Jurykinder kommen in diesem Jahr aus Budapest, Chemnitz, Kiew, Kopenhagen, Leipzig, Ljubljana, Prag, Saint Quentin, Stockholm und Wien.

Seit 2006 ehrt das Festival zudem herausragende filmische Leistungen im Kinder- und Jugendfilmsektor mit dem Ehrenschlingel. 2015 geht dieser an den Erfinder der SENDUNG MIT DER MAUS, Gert K. Müntefering. Seit mehr als 40 Jahren erklärt die Sendung in ihren Sachgeschichten den Kindern die Welt.

Neben den Filmvorführungen bietet das Festival ein umfangreiches medienpädagogisches Programm für Kindergärten, Schulen und Horte. Dort können Kinder und Jugendliche in Workshops mehr zur Filmtheorie erfahren, in praktischen Aufgaben einen Einblick in die Filmproduktion gewinnen oder sich tiefgründiger mit Filminhalten auseinandersetzen. Auch Fachbesucher und Pädagogen können sich in eigens für sie konzipierten Tagungen über aktuelle Trends und Entwicklungen in der Branche informieren. Im Rahmen der Fachtagung für Lehrkräfte geht es um „Mediale Gewaltdarstellungen – Verarbeitungsstrategien bei Kindern und Jugendlichen zwischen Faszination und Abscheu“.

Indem alle Produktionen in ihrer jeweiligen Originalsprache laufen, wird beinahe nebenbei das Interesse für andere Kulturen und fremde Sprachen geweckt. Für die Regisseure, Produzenten und Schauspieler ist die erste Vorführung in einem fremden Land ein überaus spannender Moment. Sie wollen erfahren, ob ihr Film in Deutschland ankommt und dem Publikum gefällt. Jedoch ist es nicht leicht, einen Film richtig zu erfassen, wenn die Schauspieler u. a. Farsi, Filipo oder auch Finnisch sprechen. Damit die Besucher dennoch alles verstehen, gibt es im Kino eine Live-Übersetzung ins Deutsche. Folgende „Einleser“ verleihen in diesem Jahr den SCHLINGEL-Filmen ihre Stimmen: Steffi Edelmann, Kay Haberkorn, Kerstin Heine, Jens Hahn, Dr. Volker Petzold, Antje Poser, Michael Schmidt, Laura Streiber und Philip Warschkow.

Tickets gibt es für 5 Euro an der Kinokasse im CineStar in der Galerie Roter Turm, Neumarkt 2, Chemnitz. Die Eintrittskarte gilt zugleich als Fahrschein im Verkehrsverbund Mittelsachsen.
Veranstalter ist der Sächsische Kinder- und Jugendfilmdienst e.V. Chemnitz, Mitveranstalter die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien SLM. Das Festival steht unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten, Stanislaw Tillich.

Nicht nur im CineStar ist ab dem 5. Oktober das SCHLINGEL-Fieber spürbar, auch der Chemnitzer Uferstrand ist mit dabei, wenn am 7. Oktober ab 19.30 Uhr die legendäre „Lange Nacht der kurzen Filme“ über die dortige Leinwand flimmert. Darüber hinaus wird der SCHLINGEL parallele Gastspiele im Kinopolis Freiberg (7.-9.10.) sowie den Passage Kinos Leipzig (6.-8.10.) geben. In den sich anschließenden Herbstferien sind weitere Streifen im Kino des Chemnitzer Kinderfilmhauses zu sehen.