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26. Internationales Filmfestival

für Kinder und junges Publikum

9. – 16.10.2021
09.10.09

Die Sieger des 14. SCHLINGEL stehen fest

Mit der feierlichen Preisverleihung am Samstagabend geht das 14. Internationale Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL in Chemnitz zu Ende. Neben fünf Kinder- und Jugendjurys hatte eine Fachjury mit Vertretern der Film- und Kulturbranche eine Woche lang die Qual der Wahl, über ihre Favoriten in den einzelnen Wettbewerben zu entscheiden. Zur Auswahl standen 118 Produktionen aus 39 Ländern. Insgesamt werden Preise im Wert von rund 25.000 Euro in fünf Kategorien vergeben.

S - Kinderfilmwettbewerb

Die 18-köpfige Kinderjury aus neun europäischen Staaten verleiht den Europäischen Kinderfilmpreis (5000 Euro) vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für den besten Kinderfilm an:

“Das Buch der Meister”
Russland / 2009
Regisseur: Wadim Sokolowski

Begründung:
Die Geschichte um die Liebe der beiden Hauptfiguren Katja und Iwan hat die Kinder sehr beeindruckt. Auch die Gestaltung des Filmes hat überzeugt. Insgesamt konnte die russische Disney-Produktion die von den Kindern gesetzten Kriterien erfüllen. Demnach ist er spannend und zeigt bzw. weckt viele Emotionen.


Den „DIAMANTEN“ – ein Fahrrad der Diamant-Fahrradwerke Hartmannsdorf/Sachsen - als Preis für den besten Kinderdarsteller erhält:
Chun-Kai Wu („Farben im Kopf“)
China / 2009

Begründung:
Die Darstellung von A-Ming Goo durch Chun-Kai Wu im Film "Farben im Kopf“ hat die Jurymitglieder am meisten überzeugt. Der Junge hat sich gut in die Rolle eingelebt und sowohl fröhliche als auch traurige Szenen überzeugend dargestellt.


Die vierköpfige internationale Fachjury verleiht den Hauptpreis der Stadt Chemnitz (5000 Euro) für den besten Kinderfilm an:

„Frösche und Kröten“
Niederlande / 2009
Regisseur: Simone van Dusseldorp

Begründung:
Kinder sind Wunder. Sie leben in ihrer kleinen großen Welt. Wir haben als Zuschauer die wunderbare Chance aus der Perspektive des 6-jährigen Max die Welt zu erleben und zu erforschen. Wie im Brennglas spiegelt sich Max' schönes Verhältnis zu seiner Großmutter wider in seiner Welt: Frösche und Kröten, Blumen, das verletzte Hasenohr, die kranken Mandeln des Bruders, der rosa Doktorkoffer seiner Freundin Jesse, Pfannkuchen die von der Decke fallen. Ein echter Kinderfilm! Schön, wenn es mehr davon gäbe!


M - Juniorwettbewerb

Die vierköpfige internationale Fachjury verleiht den Hauptpreis (4000 Euro) für den besten Juniorfilm, ausgelobt von der SLM (Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien an:

„Wie durch dunkles Glas“
Norwegen / 2008
Regisseur: Jesper W. Nielsen

Begründung:
Der Film erzählt vom „Sterbenmüssen“ und „Lebenwollen“. Die 13-jährige krebskranke Cecilie hält Zwiesprache mit dem Engel Ariel über das Leben auf der Erde und im Himmel.
Nicht auf alle ihre Fragen gibt es eine Antwort. Doch eines weiß Cecilie gewiss: „Ich habe aus dem Fenster geschaut auf alle Städte und Berge, auf die Autos, Straßen und Felder. Es fühlte sich an, als würde ich die ganze Welt besitzen. Ich habe einen Teil der Sonne, den Mond und die Sterne gesehen und das kann mir niemand mehr nehmen. Es wird für immer mir gehören.“
Ein poetischer und sensibler Film, der Mut macht.


Die siebenköpfige Juniorjury verleiht den Juniorfilmpreis (1000 Euro) für den besten Juniorfilm an:

„Wie durch dunkles Glas“
Norwegen / 2008
Regisseur: Jesper W. Nielsen

Begründung:
Dieser Film wird aus der Sicht des krebskranken Mädchens Cecilie erzählt. Oft erinnert sie sich an ihren letzten Spanienurlaub, bei dem sie Sebastian kennengelernt hat – ihre erste große Liebe. Umso schlechter ihr Gesundheitszustand wird, desto öfter wird sie von einem Engel besucht, der ihr Dinge zeigt, die die Menschen nicht kennen. Wir haben diesen Film gewählt, weil er auf einem realen Problem beruht. Zudem finden wir ihn sehr emotional und lehrreich.


L - Jugendfilmwettbewerb

Die achtköpfige Jugendjury verleiht den Cinestar-Jugendfilmpreis (1000 Euro) von der Greater Union Filmpalast GmbH für den besten Jugendfilm an:

„Kind und Engel“
Iran / 2009
Regisseur: Masoud Naghashzadeh

Begründung:
Die Jugendjury hat sich in diesem Jahr für den Film „Kind und Engel" als
Jugendfilmpreisträger entschieden. Der Film beschreibt die Situation der jungen Fereshteh, welche im Krieg ihre Familie verlor und nun auf der Suche nach ihrem kleinen Bruder um ihr Leben kämpft. Die durch die Medien beinahe alltäglich gewordene Thematik wird durch die Darstellung eines Einzelschicksals dem Zuschauer emotional sowie spannungsgeladen nahegebracht.


D - Blickpunkt Deutschland

Der Förderpreis der DEFA-Stiftung (4000 Euro) geht an:

„Keine Angst“
Deutschland / 2009
Regisseur: Aelrun Goette

Begründung:
Die 13-jährige Becky muss schon früh die Verantwortung für ihre drei jüngeren Geschwister und die alkoholkranke Mutter übernehmen. Als sie eines Tages im Bus den schüchternen Bente kennenlernt, erlebt sie ihre erste Liebe und kann doch nicht Elend und häusliche Probleme hinter sich lassen.

Alrun Goette setzt sich mit ihrem beklemmenden und grenzüberschreitenden Film eindrucksvoll mit den Themen häuslicher Gewalt, Kinderarmut und Jugendkriminalität auseinander. Ihr anklagender und lang nachwirkender Film rüttelt wach und mahnt eindringlich, sich dem Leid unserer Mitmenschen zuzuwenden. Es ist fast unerträglich mit ansehen zu müssen, wie klein das Pflänzchen „Hoffnung“ ist. Mindestens das sollten wir als Zuschauer aushalten.
 

XS - Kurz- und Animationsfilmwettbewerb

Die fünfköpfige Animationsfilmjury lobt den wettbewerbsübergreifenden Animationsfilmpreis (1000 Euro) vom Deutschen Institut für Animationsfilm (DIAF) für den besten Animationsfilm aus, er geht an:

„Mascha und der Bär – Wie sie sich kennenlernten“
Russland / 2009
Regisseur: Dennis Tscherwjatsow

Begründung:
Unseren Preis vergeben wir an den Film aus Russland. Er ist lustig, spannend und gut dargestellt – also einfach toll.


Die dreiköpfige Kurzfilmjury verleiht den Kurzfilmpreis (500 Euro) an:

„Ein besseres Leben“
Spanien / 2009
Regisseur: Luis Fernández Reneo

Begründung:
Bei dem Siegerfilm handelt es sich um ein authentisches Werk, das uns sehr berührt hat. Der tragische Tod des Mädchens war nicht umsonst. Er hat der Familie ein besseres Leben gegeben.


Weitere Preise

Der wettbewerbsübergreifende Publikumspreis der Lichtenauer Mineralquellen GmbH - gewählt von den Besuchern der Festivalwoche - geht an:

„Das Genie”
Kanada / 2008
Regisseur: William Fruet


Der Fair-Play-Preis - gewählt von Schülern des Zwönitzer Gymnasiums - wird für den Film vergeben, der sich am besten für die Belange von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Er geht in diesem Jahr an:

„Keine Angst"
Deutschland / 2009
Regisseur: Aelrun Goette


Mit dem Ehrenschlingel für ihr Engagement um den deutschen Kinder- und Jugendfilm wurden die Herausgeber der „Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz (KJK), Christel und Hans Strobel geehrt. Die Verleihung fand am Donnerstag, den 8. Oktober 2009 im Museum Gunzenhauser in Chemnitz statt.

Rund 10.000 Besucher aus aller Welt konnten während der Festivalwoche in Chemnitz begrüßt werden. Regisseure, Schauspieler und Produzenten aus Brasilien, China, Dänemark, Frankreich, Indonesien, Iran, Neuseeland, Russland den USA und natürlich aus Deutschland trafen sich zum fachlichen Austausch. Auch der Festivalleiter Michael Harbauer blickt auf eine erfolgreiche Festivalwoche zurück: „Das Festival wurde in diesem Jahr von einer bunten Vielfalt geprägt. Die Wettbewerbsbeiträge, die aus fast allen Kontinenten kamen, begeisterten die jungen Zuschauer gleichermaßen wie die Fachleute der Film- und Fernsehbranche. Besonders erfreulich ist in diesem Jahr, dass die von uns gezeigten internationalen Filme, die fast ausschließlich zum ersten Mal in Deutschland oder sogar in Europa gezeigt wurden, bei den deutschen Verleihern auf ein großes Interesse gestoßen sind. Preisträger haben nach der heutigen Auszeichnung eine gute Chance, demnächst synchronisiert zu werden. Das ist notwendig, um dann auf der großen Leinwand oder im deutschen Fernsehen gezeigt zu werden. Damit nimmt das Internationale Filmfestival SCHLINGEL eine bedeutende Funktion in diesem Bereich ein."