22. Internationales Filmfestival

25.09. - 01.10.2017 in Chemnitz

für Kinder und junges Publikum

Ehrenschlingel 2016

Herrmann Zschoche

Herrmann Zschoche ©DEFA-Stiftung/Jörg Erkens
Bereits während der Schulzeit hatte der 1934 in Dresden geborene Herrmann Zschoche sein Herz an die „Filmerei“ verloren – als Mitglied in einem „Schmalfilmzirkel“. Ab 1954 gehörte er zu den ersten Regiestudenten der gerade gegründeten Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg (heute: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF). 1960, nach Abschluss der Ausbildung, startete er seine Laufbahn im DEFA-Studio für Spielfilme und drehte mit 27 Jahren sein Kinodebüt: den Kinderfilm „Das Märchenschloss“ nach einem Bilderbuch von Fred Rodrian. Bis zum Ende der DEFA entstanden unter seiner Regie 20 Spielfilme, bei denen er oft auch am Drehbuch mitwirkte. Seine Arbeiten, die vielfach mit Preisen bedacht wurden, mitunter aber auch bei der DDR-Obrigkeit in Ungnade fielen, erzählen zumeist Alltagsgeschichten. Sie zeichnen sich aus durch eine dezente poetische Überhöhung einerseits und soziale Genauigkeit andererseits und laden auch heute noch zur Identifikation ein. Kein Wunder, dass Zschoche mit seinen Filmen ein Millionenpublikum erreichte, was mit Blick auf die DEFA-Produktionen gewiss nicht die Regel war.

Nach „Das Märchenschloss“ folgten zunächst zwei weitere Kinderbuchadaptionen – „Die Igelfreundschaft“ sowie „Lütt Matten und die weiße Muschel“, bevor Herrmann Zschoche mit dem gesellschaftskritischen Drama „Karla“ seinen ersten „Erwachsenenfilm“ drehte. „Karla“ wurde im Zusammenhang mit dem 11. Plenum der SED 1965 verboten und kam erst 1990 zur Uraufführung. Ab Ende der 1960er Jahre wandte sich Herrmann Zschoche in seinen Filmen vermehrt den Problemen, Sorgen und Konflikten Jugendlicher und junger Erwachsener zu, wie in „Leben zu zweit“ oder „Sieben Sommersprossen“, wo er sensibel den Wandel einer Kinderfreundschaft zur ersten Liebe erzählt. Der Film wurde ein Kassenschlager wie auch das mit leichter Hand inszenierte Roadmovie „Und nächstes Jahr am Balaton“. 1983 drehte er das Drama „Insel der Schwäne“ (Szenarium: Ulrich Plenzdorf), in dem es einen 14-jährigen Jungen vom Dorf in die harte Wirklichkeit einer Berliner Plattenbausiedlung verschlägt und er sich dort gegen die Schikanen und Erpressungsversuche eines älteren Schülers zur Wehr setzen muss. Aufgrund der realistischen, schonungslosen Darstellung der Verhältnisse zunächst nicht zugelassen, zählt „Insel der Schwäne“ heute zu den bedeutendsten Kinder- und Jugendfilmen der DEFA.
 
Ausgewählte DEFA-Kinder- und Jugendfilme von Herrmann Zschoche:
 
Das Märchenschloss  1961
Die Igelfreundschaft  1962 (Koproduktion mit Filmstudio Barrandov/Tschechoslowakei) 
Lütt Matten und die weiße Muschel  1964
Leben zu zweit  1968
Liebe mit 16  1974
Philipp, der Kleine  1976
Sieben Sommersprossen  1978
Und nächstes Jahr am Balaton  1980
Insel der Schwäne  1983
Grüne Hochzeit  1989
Mädchen aus dem Fahrstuhl  1991

Die Verleihung des Ehrenschlingel findet am 28. September 2016 in den Räumen der Volksbank Chemnitz eG mit freundlicher Unterstützung der DEFA-Stiftung statt.

Partner

www.tu-chemnitz.de/zlb
www.ikea.de
www.annaberg-buchholz.de/fabulix/
www.guennewig.de
www.goethe.de
www.biendo-hotel.de
www.swmb.de
www.sv-sachsen.de
www.big-cinema.de
www.radiochemnitz.de
www.creativclicks.de
www.gartenfachmarkt-richter.de
www.smwk.sachsen.de
www.kdfs.de
www.bundesregierung.de
www.slm-online.de
www.tu-chemnitz.de
www.kika.de
www.mdr.de
www.dr-quendt.de
www.lichtenauer.com
www.us-proevent.de
www.diamant-rad.de
www.tillmanns-chemnitz.de
www.freiepresse.de
www.ecfaweb.org
www.turmbrauhaus.de
www.diaf.de
www.cvag.de
www.eins.de
www.et-solutions.de
www.blick.de
www.haus-e.de
www.saek.de
www.onsideklettersport.de
www.bjf.info
www.vms.de
www.chemnitz.de
www.german-films.de
www.mdm-online.de
www.einsiedler.de
www.volksbank-chemnitz.de
www.galerie-roter-turm.de
www.cinestar.de
www.filmverband-sachsen.de
www.defa-stiftung.de
www.blutspende.de
www.bjoern-koehler.de